Fernwärme anschließen

Sie möchten Ihre Immobilie an unser Fernwärmenetz anschließen lassen? Der Netzanschluss geht einfacher als Sie denken.

Ihr Haus an die Fernwärme anschließen

Der Netzanschluss an das Fernwärmenetz in Bruchsal ist unkompliziert. Egal ob Sie auf Fernwärme wechseln oder Ihren Neubau anschließen lassen wollen. Hier finden Sie einen Überblick aller notwendigen Schritte.

Verfügbarkeit im Netzgebiet

Bitte prüfen Sie als erstes, ob entlang Ihrer Straße bereits Fernwärme verlegt ist oder der Ausbau geplant ist. Das sehen Sie schnell und einfach im Bruchsaler Energieleitplan. Außerdem bauen wir das Fernwärmenetz kontinuierlich aus. Falls Sie in einem unserer Ausbaugebiete wohnen, sind Sie vielleicht sind in kurzer Zeit angeschlossen.

Was brauche ich, um ans Fernwärmenetz angeschlossen zu werden?

Für einen Fernwärme-Anschluss müssen Sie nur wenige Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigste Frage ist: Gibt es an dieser Stelle eine Fernwärmeleitung der Stadtwerke Bruchsal. Alle anderen Voraussetzungen sind in den meisten Fällen gegeben. Bitte lassen Sie diese von Ihrem Heizungsbauer oder Installateur prüfen.

  • Heizkörper: Fernwärme ist kompatibel mit allen Heizungsarten, die einen Warmwasserkreislauf beinhalten. Falls Sie bisher eine Gas- oder Ölheizung hatten, sind in der Regel keine Umbauten an Heizkörpern und Leitungen innerhalb des Hauses notwendig. Leidlich elektrische Heizungen wie Nachtspeicheröfen müssen ersetzt werden.
  • Leitungen: Ihr Installateur muss den maximalen Betriebsdruck der Rohre in Ihrem Haus prüfen. Dieser liegt aber nicht höher als bei anderen Heizungsanlagen.
  • Platz im Heizungsraum: Eine Fernwärme-Übergabestation braucht vergleichsweise wenig Platz. Sie wird im Keller oder im Heizungsraum eingebaut, der in der Nähe der Eintrittsstelle der Fernwärmeleitung liegen sollte. Wenn Ihre Heizung bisher im Bad oder unter dem Dach war, müssen Sie einen Platz finden.
  • Zugang: Es muss möglich sein, den Anschluss an die Fernwärmeleitung auf dem kürzesten Weg durch Ihr Grundstück zu ziehen, ohne dass die Leitung von einem Gebäude wie einer Garage überbaut wird.

Der größte Vorteil der Fernwärme: Sie brauchen keine Heizung mehr, sondern nur eine platzsparende Fernwärme-Übergabestation, quasi ein Wärmetauscher. Warmes Trinkwasser kommt aus einem Warmwasserspeicher, der durch die Fernwärme-Übergabestation beheizt wird. Ihr alter Warmwasserboiler (Gas oder Elektro) wird dadurch überflüssig. Ihr Installateur berät Sie zur passenden Speichergröße.

Der Weg zu Ihrem Anschluss: Schritt für Schritt erklärt

Wir machen Ihnen den Anschluss so einfach wie möglich. Der Prozess läuft in der Regel wie folgt ab:

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Anfrage

Sie wohnen an einer unserer Fernwärmeleitungen? Denn stellen Sie in unserem Netzportal unter Netzanschluss Fernwärme einen Antrag – oder lassen Sie ihn von Ihren Installateur stellen.

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Angebot

Wir prüfen die technischen Voraussetzungen, ggf. auch bei Ihnen vor Ort und erstellen Ihnen innerhalb von 3 bis 4 Wochen ein individuelles Angebot.

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Beauftragung

Nach Ihrer Beauftragung macht unser Bauteam einen Termin mit Ihnen, in der Regel mit ca. 8 Wochen Vorlaufzeit.

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Bau

Ein schmaler Graben wird von der Straße bis zu Ihrem Gebäude gezogen und die Fernwärmeleitung verlegt – sauber und effizient in offener Bauweise. Die Bauarbeiten dauern in der Regel 7 bis 10 Tage, davon nur 2 Tage für die Grabarbeiten.

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Montage

Das Zufluss- und das Abflussrohr werden fachgerecht ins Gebäude eingeführt und die Durchführung dauerhaft abgedichtet. Im Haus baut Ihr Installateur eine kompakte Übergabestation ein, meist im Keller oder Hausanschlussraum.

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Inbetriebnahme

Nach der Fertigstellung der Anlage stellt Ihr Installateur den Antrag auf Inbetriebnahme und beauftragt den Wärmezähler. Sobald dieser montiert ist, können Sie die umweltfreundliche Fernwärme nutzen.

Wichtig: Die Beantragung des Wärmezählers erfolgt durch Sie selbst oder durch Ihren Installateur in unserem Netzportal und muss vor der Inbetriebnahme erfolgen. Ausführliche Informationen zu jedem Schritt finden Sie auf unserer Seite Netzanschluss beantragen. Bitte rechnen Sie etwas Vorlaufzeit, da manche Wärmezähler erst bestellt werden müssen.

Bitte beachten Sie: Mit diesen Schritten haben Sie den Netzanschluss, quasi die Versorgungsleitung, mit uns als Netzbetreiber realisiert. Für die eigentliche Versorgung müssen Sie einen Vertrag über die Belieferung mit Fernwärme mit den Stadtwerken Bruchsal abschließen.

Bitte stellen Sie zuerst den Antrag über unser Netzportal. Dann haben wir alle notwendigen Daten von Ihnen und Sie sparen die Zeit für Rückfragen. Ihr unverbindliches Angebot erhalten Sie danach von uns. Falls Sie es nicht annehmen möchten, wird der Antrag im Netzportal gelöscht.

Falls Sie vorher Fragen haben, können wir Sie gerne beraten.

Ihr Wärmebedarf

Damit Ihr Anschluss und die Übergabestation die richtige Größe haben, müssen Sie Ihren aktuellen und zukünftigen Wärmebedarf kennen. Ihr Heizungsinstallateur ist der beste Ansprechpartner, um die korrekte Anschlussleistung für Ihr Gebäude zu berechnen. Er kennt die spezifischen Gegebenheiten Ihres Hauses und kann auch energetische Sanierungen oder zukünftige Änderungen berücksichtigen. Damit erstellt er eine Heizlastberechnung. Auf deren Basis wird dann die so genannte Anschlussleistung Ihres Fernwärmeanschluss festgelegt.

Was ist die Anschlussleistung?

Die Anschlussleistung wird in Kilowatt (kW) gemessen. Es ist die maximale Wärmeleistung, die für Ihren Anschluss bereit steht. Sie ist abhängig von Ihrem Warmwasserbedarf, der Größe Ihres Gebäudes und dessen energetischem Standard. In der Regel ist sie so ausgelegt, dass Sie auch am kältesten Tag des Jahres das gesamte Haus auf 20 Grad heizen können.

Der Leistungspreis der Fernwärme wird pro kW Anschlussleistung abgerechnet. Daher kann eine zu hohe Anschlussleistung unnötige Kosten verursachen. Eine zu niedrige Anschlussleistung birgt dagegen das Risiko, dass Sie an den kältesten Tagen des Jahres frieren. Daher sollte die Anschlussleistung von einer Fachkraft berechnet werden.

Nach einem Jahr überprüfen wir Ihre Anschlussleistung und können Korrekturen vornehmen. Falls Sie die Anschlussleistung später an einen geänderten Wärmebedarf anpassen möchten, weil Sie zum Beispiel Ihre Fassade gedämmt haben, können Sie bei uns für einen kleinen Betrag eine Leistungsanpassung beantragen.

Anschlussleistung schätzen

Als grobe Richtung können Sie die Anschlussleistung selbst überschlagen:

Anschlussleistung (kW) = Verbrauch (kWh/Jahr)  / Vollbenutzungsstunden (h/Jahr)

Vollbenutzungsstunden nennt man die Anzahl an Stunden, die Ihre Heizung jährlich mit maximaler Leistung arbeitet. Man kann bei einer effizienten Übergabestation von 1.500 bis 1.800 Vollnutzungsstunden pro Jahr ausgehen (4 bis 5 Stunden täglich im Jahresdurchschnitt).

Ihren Energieverbrauch pro Quadratmeter finden Sie in Ihrem Gebäudeenergieausweis. Dieser geht von 25 kW pro Quadratmeter und Jahr bei Klasse A+ bis zu 250 kWh bei Klasse G. Das sind allerdings nur ungefähre Werte, daher sollten Sie die Anschlussleistung immer von einem Fachbetrieb berechnen lassen.

Kostenbestandteile für den Fernwärme-Anschluss

Eine Investition in die Zukunft – wir erklären Ihnen, wie sich die Kosten zusammensetzen.

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Baukostenzuschuss

Ein fairer Anteil an den Kosten für das große, leistungsstarke Fernwärmenetz, das allen zugutekommt.

Hausanschluss

Die Kosten für die Leitung von der Straße direkt zu Ihnen, inklusive der notwendigen Bauarbeiten und der sicheren Hauseinführung.

Übergabestation

Die Kosten für das Gerät selbst und dessen fachgerechten Einbau durch Ihren Heizungsinstallateur.

Gut zu wissen: Die genauen Kosten hängen immer von den Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort ab (z.B. wie weit ist es von der Straße zum Haus?). Deshalb erhalten Sie von uns immer ein individuelles und detailliertes Angebot.

Nutzung von Fördermittel für Ihren Fernwärmeanschluss

Um die Investitionskosten für Ihren Fernwärmeanschluss zu senken, können Sie die Förderprogramme der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Anspruch nehmen. Es gibt unterschiedliche Förderbausteine, die kombiniert werden können. Die maximale Förderung beträgt bis zu 70 % der Kosten für Ihren Umstieg auf die Fernwärme. Fragen Sie Ihren Energieberater.

FörderbausteinFördersatzVoraussetzung
Basisförderung30 %Zuschuss über KfW-Programm 458 (Anschlussinstallation)
Geschwindigkeitsbonus20 %Austausch einer funktionsfähigen Gasetagen-, Öl-, Kohle- oder Elektroheizung (unter 20 Jahre alt)
Einkommensbonus30 %zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen ≤ 40.000 €

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