Kategorie: Aktuelles, Stadtbus
Datum: 14. September 2026

Die Freien Wähler lassen die Helmsheimer nicht im Regen stehen

Der kleinste Stadtteil Bruchsals hat jetzt prozentual die meisten Fahrgastunterstände

Helmsheim, mit 2.474 Einwohnern der kleinste Stadtteil Bruchsals, hat seinen dritten Stadtbus-Fahrgastunterstand bekommen. Die Idee dazu hatte der langjährige Vorstand der Freien Wähler Helmsheim, Edwin Bucher, der 2023 leider verstorben ist. Sein Vermächtnis haben die Freien Wähler um Ortsvorsteherin Tatjana Grath aktuell in die Tat umgesetzt. Der Unterstand aus Stahl und Glas schützt die wartenden Fahrgäste an der Haltestelle „Kurpfalzstraße“ auf Höhe der Hausnummer 1, unweit der B 35 vor Sonne und Regen. Nach den Haltestellen „Schlossbergring“ und „Verwaltungsstelle“ in der Ortsmitte ist dies der dritte Unterstand, den die Ortsvorsteherin zusammen mit ihren Kollegen von den Freien Wählern realisiert hat.

Rund 12.500 Euro haben sie hierfür investiert. Für Projekte wie den Fahrgastunterstand sammeln sie nicht unter ihren Mitgliedern. Deren Kapital ist das Ehrenamt. Sie gehen keine Klinken putzen bei großen lokalen Playern. Außerdem finanzieren sie ihre Projekte nicht über Crowdfunding. Der Betrag ist Teil des Reinerlöses, den sie langfristig mit Helmsheimer Festen, dem Glühweinfest, dem Bouleplatzfest und dem alle fünf Jahre stattfindenden Kürbisfest erwirtschaftet haben. Feste feiern für den guten Zweck! Wofür sich die lokal engagierte Bürgervereinigung das ganze Jahr über aktiv für ihren Heimatort einsetzt, kann man auf ihrer Seite www.freie-waehler-helmsheim.de nachlesen.

Das politische Verständnis der 1984 gegründeten Wählervereinigung: „Reden allein genügt nicht – packen wir es lieber an!“ So lassen sie die Helmsheimer sprichwörtlich nicht im Regen stehen. Der ÖPNV, die Stadtbahn im Allgemeinen und Stadtbus „max“ im Besonderen, ist ein wichtiger Anschluss an Bruchsal und die Region für alle Helmsheimer, die noch nicht, nicht oder nicht mehr über einen Führerschein verfügen, also Schüler, Jugendliche und ältere Menschen. Helmsheim, so Tatjana Grath, möchte „max“ nicht missen! Den Stadtteil beschreibt sie als ein gewachsenes Dorf im Kraichgau mit einer ausgeprägten Dorfgemeinschaft. Den schönsten Blick auf ihr Dorf, so schwärmt sie, habe man, wenn man von Obergrombach nach Helmsheim fahre.

Sie wurde 2009 erstmals zur Ortsvorsteherin gewählt und ist seitdem dreimal in ihrem (Ehren-) Amt bestätigt worden. Seit 2011 besteht eine Partnerschaft zwischen Helmsheim und dem ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr, auf dass sie besonders stolz ist. Die Tätigkeit als Ortsvorsteherin und damit verbundene viele schöne zwischenmenschliche Begegnungen machten ihr immer noch Spaß, es seien Sympathien vorhanden. Im Mikrokosmos eines kleinen Ortes funktioniere die Gesellschaft noch ein bisschen besser. Allerdings komme es heute durchaus vor, dass sie bedroht werde, wenn den Bürgern eine lokalpolitische Entscheidung nicht schmecke. Generell in unserer Gesellschaft habe sich verändert, dass das Anspruchsdenken und die Vollversorgermentalität zunähmen, Empathie und Dankbarkeit nicht mehr so sehr en vogue seien.

Ob sie sich 2029 ein weiteres Mal zur Wahl stelle, könne sie heute noch nicht sagen. Dass der Fahrgastunterstand in der Kurpfalzstraße der letzte in Helmsheim ist, sei hingegen sehr wahrscheinlich – schon aus Platzgründen. Die offizielle Einweihung des Unterstandes, den die Wählervereinigung bei der Gelegenheit der Stadt, und diese ihrer städtischen Tochter, der Stadtbusverkehr Bruchsal, übergibt, findet im Herbst statt.

Bildunterschrift: OR Daniel Schwedes, 1. Vorsitzender FW Helmsheim, Uwe Buchhalter, Erbauer des Fahrgastunterstandes, Tatjana Grath, OV’in Helmsheim und FW,  OR’in Marianne Vogel und Vorstand FW, OR Thomas Markofsky, OR’in Petra Schwedes und Miriam Fuz, 2. Vorsitzende FW Helmsheim (v.l.) lassen die Helmsheimer nicht im Regen stehen

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