Kategorie: Aktuelles, Stadtwerke
Datum: 28. August 2026

Stadtwerke Bruchsal kommen mit Fernwärmelieferung zum Zuge

DB Energie hat entsprechenden Vertrag für Bruchsaler Bahnhofsgebäude abgeschlossen

DB Energie, der Energieversorger der Deutschen Bahn, hat der Stadtwerke Bruchsal GmbH grünes Licht für die Fernwärmelieferung gegeben. Entsprechend wurde vor Kurzem von beiden Vertragspartnern ein Auftrag unterzeichnet, der die Belieferung der DB Energie GmbH mit Fernwärme für das Bruchsaler Bahnhofsgebäude ab dem Herbst vorsieht. Dazu Basem Astefan, Beschaffung Mineralprodukte und Wärme bei DB Energie: „Die Zusammenarbeit mit der SWB stellt einen wichtigen Schritt zur Realisierung einer CO₂-freien Wärmeversorgung des Bahnhofs dar. Wir setzen dabei auf die Unterstützung und Expertise der SWB.“ Bis Vertragsbeginn werden die Stadtwerke noch den Fernwärme-Hausanschluss für das Bahnhofsgebäude und die Fernwärmeübergabestation einbauen.

Zunächst wird die Wärme über ein sogenanntes Hotmobil, also eine mobile Heizzentrale generiert, das auf der Rückseite des Bahnhofsgebäudes aufgestellt wird. Dieses wird an anderer Stelle, gegenüber dem Bahnhof, im Viktoriapark vorübergehend durch eine mobile Erdgas-Heizzentrale ersetzt. Gleichzeitig wird das dortige Fernwärmenetz in Betrieb genommen. Im Jahr 2029 werden das Bahnhofsgebäude und der erste Teilbereich der Innenstadt bereits über das flächendeckende Fernwärmenetz der Stadtwerke mit CO2-frei erzeugter, regenerativer Fernwärme aus Geothermie beheizt. Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Haag hebt das Bruchsaler Alleinstellungsmerkmal von Fernwärme aus geothermischer Wärme hervor: „Für unsere Kunden bedeutet Geothermie Planungssicherheit: stabile Wärmepreise, regionale Wertschöpfung und eine zukunftsfähige Versorgung.“ Fernwärme ist angesichts steigender Netzentgelte vor allem beim Erdgas und der weiteren CO2-Bepreisung die Zukunft. Und was die Fernwärmepreise angeht, sind diese weitestgehend autark von den Entwicklungen auf dem Energiemarkt.

Derzeit koexistieren in Bruchsal mehrere Fernwärmenetze als voneinander unabhängige Insellösungen: auf dem Campus, in der Südstadt, in der Bahnstadt, am Belvedere, im Bahnhofsbereich und – im Entstehen begriffen – im Nordwesten der Kernstadt. Diese werden teilweise über regenerative Energie betrieben, teilweise über Erdgas-BHKWs mit Biogasanteil, teilweise, wie im Industriegebiet Bruchsal Nord II, ab der Heizperiode 2026 mit Heizenergie aus Geothermie. Die erwähnten Übergangslösungen werden am Ende eines Ausbau- und Verdichtungsprozesses zu einem einzigen Gesamt-Fernwärmenetz verbunden, das am Ende über die Geothermie gespeist wird. Der Ausbau des Fernwärmenetzes in Bruchsal ist elementarer Bestandteil der langfristigen „Stadtwerke Strategie 2045“.

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