Willkommen beim Energiesparen

Wir können alle durch leichte Anpassungen unserer Verhaltensweisen zum gemeinsamen Einsparen von Energie beitragen.

Der #EnergiePakt steht für den gemeinsamen Schulterschluss von Städten, Stadtwerken und – ganz wichtig! – Bürgerinnen und Bürgern Bruchsals, des Landkreises und der TechnologieRegion Karlsruhe. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens 20 Prozent Energie einzusparen – insbesondere beim Verbrauch von Gas, Strom und Wärme. Er möchte ein Bewusstsein schaffen und Möglichkeiten aufzeigen, durch Reduzierung des Energieverbrauchs im Alltag die Folgen der derzeitigen Energiekrise für alle Beteiligten abzumildern.

Je mehr Menschen sich daran beteiligen, umso leichter fällt es uns allen, liebgewonnene Gewohnheiten zu überdenken und so mit Köpfchen sinnvoll Energie einzusparen, indem wir sie gar nicht erst verbrauchen. Machen Sie bitte mit, damit wir am Ende nicht frieren und im Dunkeln sitzen müssen. Ein kleiner Schritt für jede/n von uns, ein großer gemeinsamer Schritt in Richtung der dringend erforderlichen Energiewende.

Energieberatung vor Ort - unsere Expert/-innen freuen sich auf Sie!

Am Samstag, 12. November, stellten wir uns – und insbesondere den druckfrischen Folder #EnergiePakt – Bruchsal steht zusammen. – erstmals auf dem Bruchsaler Wochenmarkt vor.  Kommen Sie gern auch beim nächsten Mal einfach vorbei. Holen Sie sich Ihren Folder! Anmeldung oder gar Terminvereinbarung sind nicht notwendig. Unsere geschulten Mitarbeiter/-innen geben Ihnen Tipps und Tricks für den Alltag, um Energie einzusparen und damit letztendlich auch Ihre Kosten zu senken.

Die weiteren Termine mit Infostand, Energieberatung und Verteilung des Folders auf dem Wochenmarkt werden rechtzeitig im Voraus hier bekannt gegeben. Schauen Sie gern ab und an hier auf die Energiesparen-Seite!

Energiespar Tipps Ihrer Stadtwerke

Wer wollte nicht während der Pandemie sein Leben ändern! Ein Anfang wäre weniger Weihnachtsbeleuchtung.

Alle Jahre wieder schaffen wir gerade noch so die Kurve. Vom „Alles rennet, rettet, flüchtet.“, um es schillernd auszudrücken, zum relativen Stillstand. Weihnachten und die damit verbundenen Feiertage schaffen es, dass wir unsere ständige Hast verdrängen, vorübergehend haltmachen, zur Besinnung kommen. Auf das Wesentliche. Es heißt, früher war mehr Lametta. In Zukunft sollte es heißen, früher waren mehr Lichterketten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) predigt generell eher den Verzicht. Aber sind wir dazu bereit? Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen blinkenden, grellbunt beleuchteten sogenannten „Weihnachtshäusern“ à la Hollywood und dem eher zurückhaltenden Einsatz von Lichterketten am Weihnachtsbaum. Laut DUH verbrauchen allein die privaten „Beleuchtungsorgien“ pro Jahr über 600 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspreche dem jährlichen Verbrauch einer mittleren Großstadt mit 400.000 Einwohnern. Die Umweltschützer sehen ein beträchtliches Einsparpotenzial. Die DUH schlägt vor, die Vorgärten dieses Jahr gar nicht zu beleuchten. Da es in der Kernstadt und in den Stadtteilen Bruchsals mindestens einen großen zentralen, beleuchteten Weihnachtsbaum gibt, könnte man ein Zeichen setzen, auf die Lichterketten am eigenen Baum – im Wohnzimmer oder im Vorgarten – verzichten und sich zum gemeinsamen Feiern vor dem Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz versammeln. Der wird jedes Jahr von den Stadtwerken im Auftrag der Stadt mit Lichterketten geschmückt. – Apropos, würden alle Lichterketten mit herkömmlichen Glühlämpchen gegen sparsamere LED ausgetauscht, könnte das den Strombedarf für die Weihnachtsbeleuchtung um rund 70 Prozent reduzieren. Eine Lichterkette mit Glühlämpchen verbraucht etwa zehnmal so viel Strom wie ihr LED-Gegenstück. Je weniger Strom verbraucht wird, desto besser ist es fürs Klima. Weniger ist bekanntlich mehr. Zusätzlich beim Stromsparen helfen programmierbare Zeitschaltuhren. Schließlich muss der Weihnachtsschmuck nicht über Nacht leuchten.

Einfache Erfindung zur Selbsthilfe eignet sich ideal zum sparsamen Kochen und Kühlen von Speisen

Früher war alles besser. Sagt man so. Und manchmal stimmt es einfach. Obwohl Vergleiche bekanntlich hinken. Als die Stromversorgung noch nicht allgegenwärtig und wie heute scheinbar selbstverständlich war, hatte man bisweilen gute Ideen. Not macht erfinderisch. Nach „dem Krieg“, also nach 1945, wurde beispielsweise Reis bis zu einer bestimmten Garstufe gekocht, dann der volle Topf in eine Decke oder ein altes Handtuch eingewickelt und ins Bett gepackt, wo der Reis dank der Restwärme weitergaren konnte. Das hatten wir in unserem Tipp „Energie sparen beim Kochen für echte Profis“ erwähnt und darin zum Einsenden persönlicher Tipps ermuntert. Dr. med. Elisabeth Schmitt hat uns daraufhin ihren Tipp zum Stromsparen beim Kochen gemailt. Sie verwendet einen Wonderbag (dt. Wundertüte), der „kocht“ ganz ohne Strom. So kann man viel Zeit und Energie sparen. Auch wenn das hier ein bisschen Schleichwerbung ist, dient es vor allem der guten gemeinsamen Sache, Energie einzusparen. Deshalb lassen wir Bruchsal und die Region gern an ihrem Tipp teilhaben! Die Südafrikanerin Sarah Collins hat der alten wie einfachen Gar-Technik mit dem Wonderbag 2008 zu neuen Ehren verholfen. Dabei handelt es sich um einen Stoffsack, der mit recycelten Schaumstoffflocken gefüllt ist. In erster Linie war er als nachhaltige Möglichkeit gedacht, dauerhaft etwas gegen Armut und Arbeitslosigkeit in Afrika zu tun. Dann hat sich der Wonderbag aufgemacht, die Welt zu erobern. Mittlerweile sind in Afrika, Europa, den USA und Kanada über eine Million Wonderbags verkauft und verschenkt worden. Das eigentliche Wunder: Er eignet sich zum Kochen und Kühlen, Sparen und Helfen, natürlich auch zum Verschenken.  – Hier gibt es weitere Informationen zum Wonderbag.

Die aktuelle Krise bietet auch die Chance, nicht mehr zeitgemäße Leuchtmittel endlich auszutauschen

Herbst und Winter sind besonders beleuchtungsintensiv. Beim Kauf neuer Leuchtmittel oder gar Lampen lohnt es sich deshalb, auf das EU-Energielabel zu achten. Es gibt Auskunft über Energieeffizienzklassen, Produkteigenschaften und den Stromverbrauch. So lassen sich die Produkte gut vergleichen. Auf die Beleuchtung entfällt im Haushalt rund 10 Prozent des Stromverbrauchs. Hier lässt sich mit energieeffizienten Leuchtmitteln und einer energiesparenden Nutzung Strom sparen. Wer energetisch antiquierte Glüh- und Halogenlampen durch LEDs austauscht, kann bis zu 80 Prozent seines Stromverbrauchs einsparen. Licht in Räumen sollte nur so lange brennen, wie es tatsächlich benötigt wird. Hier helfen gegebenenfalls Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren. Die Stadt und die Stadtwerke Bruchsal beraten mit Unterstützung der Umwelt- und EnergieAgentur Kreis Karlsruhe gern, wenn es ums Stromsparen geht. Für Privatpersonen werden die Angebote durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und sind deshalb kostenlos, beziehungsweise zu einem kleinen Beitrag erhältlich. So bietet der kostenlose „Basis-Check“ in der Wohnung eine Einschätzung auch zum Stromverbrauch, zur Geräteausstattung und zu einfachen Sparmöglichkeiten. Das kostenlose Beratungsangebot „Stromspar-Check“ unterstützt insbesondere Menschen mit niedrigem Einkommen beim Energiesparen. Sie können sich in ihrem Zuhause zu konkreten Energiespar-Möglichkeiten beraten lassen und erhalten zusätzlich energiesparende LED-Lampen oder schaltbare Steckerleisten. Zu Weihnachten ist der ideale Zeitpunkt, mit dem Stromsparen zu beginnen, beispielsweise durch die Verwendung von LED-Lichterketten oder gar den Verzicht auf eine allzu üppige Weihnachtsbeleuchtung. Vielleicht kehrt ja der/die ein oder andere durch die Notwendigkeit zum Stromsparen wieder zur traditionellen und stimmungsvolleren Beleuchtung mit Kerzenlicht zurück?

Bei drei Geräten sollte man entgegen gängiger Empfehlungen möglichst vermeiden, den Stecker zu ziehen

Angesichts knapper Energie nehmen sich viele Verbraucher/-innen vor, ihren Stromverbrauch nach Möglichkeit zu reduzieren. Den Netzstecker nach dem Laden nicht zu ziehen, kann ein echter Stromfresser sein. Allerdings macht es bei manchen Geräten wenig Sinn, die Stromzufuhr zu unterbrechen. Dazu zählt der WLAN-Router, an den häufig weitere Elektrogeräte, wie beispielsweise ein Smart-TV, gekoppelt sind. Sobald der Router ohne Strom ist, werden auch diese vom WLAN getrennt. Beim Einschalten kann das zu Problemen führen. Häufig müssen dann Einstellungen neu programmiert, Passwörter erneut eingegeben werden. Zudem kann es Probleme mit Updates geben, die meist nachts durchgeführt werden. Man sollte sich gut überlegen, aus Sparsamkeit den WLAN-Router nachts vom Netz zu nehmen. Auch bei modernen OLED-Fernsehgeräten, denn der Fernseher aktualisiert seine Pixel automatisch im Hintergrund. Wird er vom Netz getrennt, wird der Aktualisierungsvorgang unterbrochen. Geschieht das zu häufig, kann es dazu führen, dass die Bildqualität leidet. Man sollte sich auf alle Fälle vorher beim Hersteller erkundigen. Wird der Multifunktions-Tintenstrahldrucker vollständig von der Stromversorgung getrennt, kommt es beim erneuten Starten dazu, dass der Drucker sich neu einstellt und selbsttätig reinigt. Dabei verbraucht er unnötig Tinte. Außerdem zieht selbst ein am Netz bleibender Drucker kaum Strom. Manche Netzstecker sollten aber auf jeden Fall gezogen werden: die von Ladekabeln für Smartphones, Laptops und anderem Equipment. Sie verbrauchen auch dann unnötig Strom, wenn kein Gerät angeschlossen ist.

Energiespartipps kann trotz aller gesellschaftlichen Notwendigkeit nur jede/r für sich umsetzen

Die Gasumlage ist vom Tisch, eine Gaspreisbremse beschlossene Sache, an der Notwendigkeit, Energie einzusparen, ändert dies nicht wirklich etwas. Die Verbraucher/-innen sollten individuell entscheiden, wo sie Energie, ob Gas, Strom oder Wärme, einsparen können. Bei der Gastherme können sie durch eine angepasste Zeitschaltung und das Regulieren der Raumtemperaturen über einen digitalen Thermostat (1°C niedrigere Temperatur spart bis zu 6% Energie) einiges drehen. Bei den Stromkosten lässt sich durch gezieltes Einschalten der Beleuchtung nur in den Räumen, in denen sie sich gerade aufhalten, durch den Einsatz von LED-Lampen oder -leuchtmitteln, durch geringfügiges Anheben der Kühl- und Gefrierschranktemperaturen, die Nutzung der Restwärme oder das Kochen in Töpfen mit Deckeln auf gleichgroßen Herdplatten einiges an Energie einsparen. Die Umstellung der Heizung auf Erneuerbare Energien erfordert größere Investitionen, die sich relativ schnell wieder amortisieren! Weitere Tipps und Anregungen geben die Homepages von #EnergiePakt, Bundesministerium für Wirtschaft und Klima oder Stadt Bruchsal.

Es scheint, als hätte der Badewanne in unseren Badezimmern das letzte Stündlein geschlagen

Seit unser Ministerpräsident in der Debatte ums Energiesparen uns quasi den Fehdehandwaschlappen hingeworfen hat, erhitzen sich die Gemüter darüber, was derzeit in privaten Badezimmern noch erlaubt oder schon verboten ist. Das Vollbad scheint sich in kürzester Zeit zum No-Go entwickelt zu haben, während das Duschen zwar noch geduldet wird, aber auf maximal fünf, besser noch drei Minuten begrenzt sein sollte. Ob derlei Empfehlungen Sinn machen, sei dahingestellt. Die Stadtwerke möchten an dieser Stelle lediglich Tipps geben, wo man gegebenenfalls in schwierigen Zeiten Energie einsparen kann. Die Energiepreise explodieren, das Gas ist knapp, da kann es nicht schaden, mit dem gesunden Menschenverstand über alteingesessene Gewohnheiten nachzudenken. Während es vor dem Notfallplan Gas noch „fünf gute Gründe für ein tägliches Bad“ gab („führt zu besserem Schlaf, spendet der Haut Feuchtigkeit, wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, beruhigt und entspannt, hilft beim Abnehmen“), zählt jetzt nur noch der Warmwasserverbrauch. Während für ein Vollbad rund 120 bis 150 Liter warmes Wasser benötigt werden, verbraucht man für eine Fünf-Minuten-Dusche 50 bis 70 Liter. – Was gibt es aber Schöneres, als sich im Herbst ein warmes Vollbad einzulassen und in der Wanne zu entspannen? Badezusätze aus Lavendel oder Rosen wirken zusätzlich beruhigend. Ein Bad ist ein sinnliches Erlebnis, tut dem Körper und der Seele gut, bietet also ein Plus an Lebensqualität. Und die hat ihren Preis. Kerzen- statt Kunstlicht im Badezimmer sorgt seinerseits für Entspannung und spart Strom. Sehen wir das Vollbad als Luxus, den wir uns ab und an leisten, erübrigt sich die leidige Diskussion. Der Autor wäscht seine Hände in Unschuld – natürlich mit kaltem Wasser. – Übrigens: Die meisten Menschen duschen zwangsläufig, weil in ihrem modernen Bad gar keine Badewanne mehr vorhanden ist.

Auch beim Kühlschrank gilt: Optimale Temperaturen sparen Strom und Geld

Wo steht denn Ihr Kühlschrank? Sein Standort macht nämlich den Unterschied! Je kühler die Umgebungstemperatur, desto weniger Energie benötigt Ihr Gerät, um im Innern immer schön cool zu bleiben. Neben der Heizung oder dem Herd/Backofen steht er folglich denkbar schlecht. Auch ein Dauerplatz an der Sonne ist suboptimal. Hierzulande ist die Temperatur in Kühlschränken mit durchschnittlich 5,8 °C sehr niedrig, als optimal gelten 7 °C. Bereits eine um ein Grad höhere Temperatur spart bis zu 6% Strom ein! Apropos: Prüfen Sie bitte auch einmal die Temperatur im Gefrierschrank. Hier sind -18 °C optimal. Doch selbst bei ideal eingestellten Temperaturen ist es nicht an allen Stellen im Kühlschrank gleich kalt. Am kältesten ist es an der Rückwand und auf den Glasplatten, in den Fächern der Tür und im Obst- und Gemüsefach hingegen etwas wärmer. Es lohnt sich also, die Lebensmittel danach einzusortieren, ob sie es eher wärmer (Gemüse) oder kälter (Fleisch) mögen. – Jedes Mal, wenn die Kühlschranktür geöffnet wird, kommt warme Luft hinein, das Gerät muss mehr Energie aufwenden, um die Temperatur wieder abzusenken. Die optimale Kühlschrank-Temperatur lässt sich am energiesparendsten erreichen, wenn man die Türe nicht ständig öffnet und schließt oder gar erst bei offener Tür überlegt, was man essen möchte. Schließt die Tür nicht richtig, weil die Dichtung porös, verschmutzt oder vereist ist, steigt der Stromverbrauch des Kühlschranks stark an. Die Dichtung sollte entsprechend regelmäßig gereinigt, ihr Zustand überprüft, eine defekte Dichtung erneuert werden. – Damit die abgeführte Wärme frei entweichen kann, ist eine gute Luftzirkulation hinter dem Kühlschrank besonders wichtig. Falls möglich, sollten die Lüftungsgitter regelmäßig gereinigt, auf keinen Fall abgedeckt werden. Das verhindert einen Wärmestau, der den Stromverbrauch des Kühlschranks unnötig in die Höhe treibt.

Wer die Raumtemperatur nur um ein Grad absenkt, spart bereits sechs Prozent Energie

Über die Hälfte der Heizungen in Deutschland wurden vor 1997 installiert. Ein Drittel der CO2-Emissionen entsteht durch Heizung und Warmwasser. Das ist einerseits schlecht fürs Klima, andererseits belastet es auch den Geldbeutel: Allein 2019 gaben hierzulande die Privathaushalte rund 31 Milliarden Euro für Wärmeenergie aus. Höchste Zeit also für eine „Wärmewende“, für eine Heizungsoptimierung. Wer seine alte Ölheizung gegen eine klimafreundliche Heizung tauscht, kann von der besonders attraktiven Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) profitieren. Wer seine Heizung auf erneuerbare Energien, also auf einen Biomassekessel, eine Wärmepumpe oder eine Solarthermieanlage – am besten in Kombination – umstellt, heizt nicht nur besonders umweltfreundlich, sondern macht sich auch unabhängig von Öl und Gas und deren Preisentwicklung. Es muss nicht immer gleich eine neue Heizung sein. Selbst mit kleinen Maßnahmen kann man kostengünstig viel erreichen. Wenn Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad absenken, sparen Sie bereits sechs Prozent Energie. Das heißt aber nicht, dass Sie in Ihrer Wohnung frieren sollen. Vielmehr kommt es darauf an, nicht mehr Energie zu verbrauchen als nötig. Die optimale Temperatur im Wohnzimmer liegt bei 20 Grad Celsius, in der Küche bei 18 bis 20 Grad, im Bad bei 23 Grad und im Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad. Achtung, auch ungenutzte Räume sollten nicht kälter als etwa 16 Grad sein: Hier könnte sich sonst Feuchtigkeit an den Wänden niederschlagen und zu Schimmelbildung führen!

Der Einbau einer hocheffizienten Umwälzpumpe hilft beim Stromsparen

Etwa 85 Prozent der Energie in deutschen Privathaushalten werden für Heizung und Warmwasser verbraucht. Millionen von Heizungen benötigen dabei mehr Energie als nötig. Von allen Seiten appelliert man derzeit an uns, in der kommenden Heizperiode auf alle Fälle weniger zu heizen, um Energie einzusparen und so die stark steigenden Energiekosten einigermaßen zu kontrollieren. Wir möchten hier einen Schritt vorher ansetzen: Es empfiehlt sich schon vor der Heizperiode, beim Heizungsinstallateur unseres Vertrauens einen Termin für einen Check und die Optimierung der Heizanlage zu vereinbaren. Der macht gegebenenfalls einen hydraulischen Abgleich. Dabei stellt er die Heizung so ein, dass die Wärme im Haus gleichmäßig verteilt wird. Dazu ermittelt er zunächst für jeden Raum die tatsächlich benötigte Wärmemenge. Dabei berücksichtigt er auch die besonderen Eigenschaften des Hauses beziehungsweise der Wohnung, zum Beispiel die Dämmung der Außenwände oder die Qualität der Fenster. Als Nächstes berechnet er die notwendige Heizwassermenge sowie die erforderliche Pumpenleistung. Anschließend kann er die Thermostatventile exakt einstellen und an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Das Ergebnis: Jeder Heizkörper erhält so viel Wärme, wie er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. – Der Einbau einer neuen, hocheffizienten Umwälzpumpe spart des Weiteren sofort Strom. Der Austausch rechnet sich schon nach zwei bis drei Jahren. Durch die Dämmung offenliegender Heizungs- und Warmwasserrohre vermeidet man darüber hinaus unnötige Wärmeverluste. – Die genauen Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen vom Zustand und Aufbau der Heizanlage ab. Für ein Einfamilienhaus kann man mit etwa 300 bis 500 Euro rechnen, die sich allerdings lohnen, denn dank der eingesparten Heizkosten hat man die Kosten im Durchschnitt bereits nach etwa dreieinhalb Jahren wieder reingeholt.

In Sachen optimale Energieausbeute bewusst auf das Kochen konzentrieren

Gefühlt sind wir eine Nation professioneller Hobbyköch/-innen. Wer gerne kocht und sich somit selbstverständlich auch ein Stück weit bewusst(er) ernährt, kann mit folgenden Tipps viel Strom oder Gas sparen und dabei ganz nebenbei auch noch klimafreundlich kochen: Zu jedem Topf gibt es einen passenden Deckel – auch beim Kochen. Mit Deckel wird der Energieverbrauch auf alle Fälle um bis zu zwei Drittel reduziert. In TV-Kochshows scheint es (noch) egal zu sein, aber im Alltag sollten wir die Herdplatte beziehungsweise das Kochfeld passend zum Topfdurchmesser („Topfgröße“) wählen, damit nicht unnötig Energie verbraucht wird. Man sollte getrost den Herd früher ausschalten und die vorhandene Restwärme nutzen. So sparen wir darüber hinaus Energie. Ausnahme ist natürlich ein moderner Induktionsherd. Wer beim Backen die Umluft-Funktion des Backofens nutzt, backt klimafreundlich, denn das kann helfen, bis zu 15 Prozent Energie einzusparen. Man sollte übrigens auch aufs Vorheizen verzichten, was wiederum bis zu acht Prozent Strom spart. Vielleicht können wir uns wieder auf Omas Tugenden besinnen? Früher wurde der Reis bis zu einer bestimmten Garstufe gekocht, dann der volle Topf in eine Decke oder ein altes Handtuch eingewickelt und ins Bett gepackt, wo der Reis dank der Restwärme weitergaren konnte. Wir sollten uns hie und da in Sachen optimale Energieausbeute wieder bewusst auf das Kochen konzentrieren: So lassen wir auch nichts unnötig anbrennen. Und gern ein bisschen herumexperimentieren! Lieben Sie Pasta? Verwenden Sie weniger Wasser zum Kochen und/oder nutzen Sie einen Wasserkocher zum Erhitzen des Nudelwassers: Das spart Zeit und Geld – für nicht benötigte Energie. Was ist Ihr persönlicher Energiespar-Geheimtipp? Verraten Sie ihn uns – per Mail an kmv@stadtwerke-bruchsal.de! Wir veröffentlichen die überzeugendsten Tipps hier auf www.stadtwerke-bruchsal.de/energiesparen.

Ordentlich zusammenlegte Wäsche erspart meist das Bügeln

Bevor wir über Spartipps im Zusammenhang mit dem Waschen, Trocknen und Bügeln reden, sollten wir einen Blick auf die Waschmaschine und – falls vorhanden – den Wäschetrockner werfen. Ist hier eventuell eine Neuanschaffung geplant, lohnt sich beim Kauf der Blick auf das Energiesparlabel: Der Energieverbrauch reicht von der Kategorie A (niedrig) bis zur Kategorie G (hoch). Aber auch mit vorhandenen Geräten und deren kluger Verwendung lässt sich selbstverständlich Energie sparen. So sollte man/frau die Kapazität der Waschtrommel möglichst auslasten, die Waschmaschine aber auch nicht dauerhaft überlasten. Letztes verkürzt die Lebensdauer des Geräts. Kochwäsche war gestern. Niedrige Temperaturen sind bei heutigen Hochleistungswaschmitteln fast immer völlig ausreichend. Ähnlich verhält es sich mit dem Vorwaschprogramm: Es verbraucht nur unnötig Energie und Wasser. Nutzen Sie vorhandene Energiesparprogramme. Die korrekte Dosierung des Waschmittels spart Geld, Wasser und schont die Umwelt. Sobald die Wäsche ordentlich trockengeschleudert wurde, kann man sich den Trockner eigentlich sparen. Auf alle Fälle in der warmen Jahreszeit. Der gute alte Wäscheständer oder gar eine komfortablere Wäschespinne leisten hier – sozusagen mit Wind- und Sonnenenergie – ganz ohne Strom ähnlich gute Dienste. Je mehr Mühe man sich beim Aufhängen und anschließenden Zusammenlegen der Wäsche gibt, desto weniger ist der Einsatz des Bügeleisens vonnöten. Schon wieder Strom und Zeit gespart!

Gas-Mangellage und rasant steigende Preise erfordern reduzierten Gasverbrauch

Gut ein Drittel des in Deutschland verbrauchten Gases wird zum Heizen, zur Bereitung von warmem Wasser und zum Kochen benötigt (Erdgastherme, Erdgaswäschetrockner, BHKW, Erdgasherd, et cetera). Sofern das Wohngebiet auch ans Erdgasnetz angeschlossen ist, was nicht für alle Teile Bruchsals gilt. Damit betrifft es nicht alle Leser/-innen. Der oben beschriebene Verbrauch lässt sich bis zu einem gewissen Grad ohne echte Einbußen an Lebensqualität reduzieren. Am ehesten kann man beim täglichen Duschen Energie sparen. Zum Beispiel mit wassersparenden Duschköpfen, die kleiner sind und das Wasser stärker bündeln. Oft verfügen sie darüber hinaus über einen Durchflussbegrenzer, der sich kostengünstig nachrüsten lässt. Das spart bis zu 30 Prozent der Warmwasserkosten. Eine kürzere Duschdauer hilft ebenfalls. Das geht ganz einfach, indem man die Dusche nicht weiterlaufen lässt, solange man die Haare und den Körper einseift oder einfach nicht mehr als fünf Minuten duscht. Das ist durchaus nicht selbstverständlich! Wird die Duschzeit reduziert und die Wassertemperatur gesenkt, wird Warmwasser gespart und damit auch das Gas zu dessen Aufbereitung. Komplett kalt zu duschen, ist hingegen wohl nicht eines/einer Jeden Sache. Es kostet Überwindung, weckt dafür aber die Lebensgeister und spart Energie. Sollte man noch über den Luxus einer Badewanne verfügen und gern ein Bad nehmen, bietet sich hier ein großes Einsparpotential. Eine Möglichkeit ist, nur zu besonderen Gelegenheiten ein Bad einzulassen, diesen Moment dann aber umso mehr zu genießen. Sparen heißt, die Komfortzone ein Stück weit zu verlassen. Und als Erfolg entsteht Versorgungssicherheit, Sparen bei den Nebenkosten und ein Beitrag zum Klimaschutz.

Weitere interessante Informationen zum Thema Energiesparen

Umwelt- & Energieagentur KA

Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK

Ministerium für Umwelt, Klima und Energie BW